Gedicht: Klabautermann

Klabauter

Manchmal sitzt er still an Bord
wenn man hinsieht ist er fort,
ist nicht draußen, ist nicht drinnen,
muss für sich kein Land gewinnen

Unbeirrbar ist Klabauter,
nach den morschen Stellen schaut er,
pocht mit unsichtbaren Händen
an den übermalten Wänden

Wenn an Bord gefeiert wird
kommt er durch die Luft geschwirrt,
lauscht dem Lied vom Überschwang
und der Lust am Untergang

Wird die Fete immer lauter - 
unbeeindruckt bleibt Klabauter,
zeigt mit Blicken und Gebärden
wo die Wände bersten werden

Von den meisten unerkannt
sitzt er manchmal auch an Land
In die schöne Zukunft schaut er,
unbeirrbar ist Klabauter